Der Anlaß:
19987 - 2002 15 Jahre INF-Vertrag
Von der Rüstungsbegrenzung zur tatsächlichen Abrüstung
Im Dezember 1987 wurde der "INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces)" abgeschlossen, der die Beseitigung aller land- und seegestützten Mittelstreckenraketen inklusive deren Abschußvorrichtungen, vorsah. Erstmals in der Geschichte wurde tatsächlich ein Waffensystem vollständig abgerüstet. Bis dahin hatten Abrüstungsverhandlungen lediglich dazu gedient, die Aufrüstung zu beschränken. Der INF-Vertrag ist damit ein Modell dafür, wie Abrüstung funktionieren kann.
Die Idee:
Treffen am historischen Ort
Mutlangen ist der Ort, an dem die Pershing II Raketen stationiert waren, gegen die in den achtziger Jahren die Friedensbewegung massenhaft protestierte. Mutlangen wurde zum Symbolort für gewaltfreie Aktionen gegen Atomwaffen. Bei Blockadeaktionen wurden dreitausend Menschen festgenommen wurden. Solches bürgerliches Engagement ist heute genauso notwendig wie damals.
Der INF-Vertrag stellte einen Durchbruch in der Abrüstungspolitik dar. Mit der Aufgabe alter Grundsätze, leitete er das Ende des Kalten Krieges ein. Er war ein Symbol der Politik des „Neuen Denkens". Solcher politischer Mut ist heute zur Lösung der aktuellen Konflikte genauso notwendig wie damals.
Was wir wollen:
Leitlinien für die Zukunft entwickeln:
Abrüstung fortsetzen - Waffen im Weltraum verhindern
Noch immer gibt es Tausende Kernwaffen auf der Erde. Sie schützen nicht vor Terroranschlägen und stellen selbst ein große Gefahr für den Weltfrieden dar. Nur die Verschrottung der Atomwaffen und der Ausstieg aus der Atomenergie helfen das Gefahrenpotential eines Atomterrorismus zu vermindern. Die Bereitschaftserklärungen von George Bush und Wladimir Putin ihre strategischen Atomwaffen drastisch abzurüsten sind ein Schritt in die richtige Richtung Doch es gilt diese Gefahrenpotentiale restlos abzurüsten, dies vertraglich zu regeln, überprüf- und unumkehrbar zu machen.
Auch eine funktionierende Raketenabwehr schützt nicht vor Terroranschlägen. Die Raketenabwehrpläne beschwören ein neues Wettrüsten auf der Erde und im Weltraum herauf. Ein zukunftsweisende Friedenspolitik muß Raketen abrüsten statt abwehren.
Eine Welt mit zivilen Strategien der Konfliktlösung, frei von Massenvernichtungsmitteln, ist das visionäre, aber erreichbare Ziel.
Wir wollen aus dem Jubiläum des INF-Vertrages ein großes Ereignis machen an dem sich viele prominente Politiker, Kulturschaffende, Wissenschaftler und Mitglieder der Friedensbewegung beteiligen sollen. Der Blick soll nach vorne gerichtet sein: Der INF-Vertrages soll als Leitbild für zukünftige Abrüstungsschritte gewürdigt werden. Ziel ist, Leitlinien und Schritte für eine Friedenspolitik des 21. Jahrhunderts zu entwickeln, das Friedensmanifest Mutlangen 2002.
Was wir planen:
Dieser Aufruf wurde initiiert von:
Der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V.; Naturwissenschaftler für den Frieden e.V., der Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen und der IPPNW.