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Gruppen aus Frankreich und den USA
Auch aus den NATO-Bündnis-Ländern kamen Gruppen, um in Mutlangen der Kriegspolitik ihrer Regierungen Widerstand zu leisten.
Blockade-Herbst in Mutlangen:
13 Franzosen festgenommen
Polizei nahm Verhaftungen
nach mehrmaliger Räumung vor
Mutlangen (pm/-hse).Vergangenen Dienstag wurden 13 französische Bürger wegen gewaltfreien Blockaden in Mutlangen vorübergehend festgenommen, nachdem sie mindestens 30 mal – nach Angaben der Kampagne 'Ziviler Ungehorsam' – recht ruppig von der Polizei geräumt worden waren. Alle Festgenommenen haben mit einem Strafverfahren wegen Nötigung zu rechnen.

Unter den Franzosen waren Mitglieder der Internationalen Friedensbrigaden, der französischen Grünen und des französischen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes. Weiterhin Mitglieder der Dauermahnwache an der französischen Atombombeneinsatzzentrale in Taverny, der Frauen für den Frieden, der französischen Kriegsdienstverweigerer, der Arche und der MAN (Bewegung für eine gewaltfreie Alternative).

Die Festgenommenen erklärten gegenüber der Presse: "Als Gegner der französischen 'Force de Frappe' und aller Atomwaffen in Ost und West sind wir Hunderte von Kilometern gefahren, um uns dem gewaltfreien Widerstand gegen die amerikanischen Pershing II-Raketen anzuschließen." Weiterhin betonten die französischen Blockadeteilnehmer unter Berufung auf die Nürnberger Kriegsverbrecherurteile, daß Anordnungen und Befehle von Regierungen nicht befolgt werden dürfen, wenn sie offensichtlich gegen internationales Recht und gegen die Menschlichkeit verstießen. Sie bekundeten mit ihrer Blockade die Solidarität mit allen bisherigen und zukünftigen Opfern der Atombombenversuche.

Die Blockaden waren Bestandteil der vierwöchigen Dauerblockade der Kampagne 'Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung', die noch bis 10. Oktober 1986 andauern wird.
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