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Arbeitsform Beibrief
Wir hatten uns bei der Formulierung des 'Offenen Briefs' alle uns mögliche Mühe gegeben. Aber das, worum es uns eigentlich ging, kam nicht rüber. Die Leute steckten das Ding in die Tasche und aus. Heute ist es müßig, über Enttäuschungen von damals zu jammern: es machte uns oft fassungslos, wenn StationierungsgegnerInnen nicht verstanden, daß der 'Offene Brief' eine gewaltfreie Kampfansage darstellte und nicht einen naiven Appell an Herrn Kohls Gutmütigkeit; daß unsere gewaltfreien Blockaden eingreifender Widerstand waren und keine mediengeile Demonstrationsform; daß die Kontinuität der Blockaden einem langfristigen politischen Konzept entsprang und nicht unserer Fantasielosigkeit; daß wir die Auseinandersetzung mit allen gesellschaftlichen Gruppen suchten und nicht aus politischem Masochismus handelten.

Unzählige Male hörten wir, der 'Offene Brief' sei halt zu lang: gleichzeitig war offensichtlich, daß wir viel mehr noch hätten erklären müssen. Wir lösten das Dilemma, indem wir so etwas wie eine Gebrauchsanweisung für den 'Offenen Brief' schrieben, einen 'Beibrief', in größerer Schrift, ansprechender gestaltet, prägnanter formuliert. Volker Scheub übernahm die Gestaltung, Wilfried Kerntke machte sich um die Formulierung verdient.

Ab Mitte 1985 bestand unser Kampagnen-Flugblatt aus einer kleinen Broschüre: Der vierseitige 'Offene Brief' war in den 'Beibrief' eingeheftet, dessen Titelbild aus unserem Kampagnenlogo (siehe rechts) bestand, die Rückseite haben wir auf der rechten Spalte von Seite 75 schon abgedruckt. Die Innenseiten des 'Beibriefs' sind hier auf der nächsten Seite wiedergegeben.

In die Mitte des Offenen Briefs war dann die 'Technik' der Kampagne eingeheftet: Die Liste der bisherigen und geplanten Blockaden, Prozeß- und Gefängnis-Termine (siehe S. 75), die Listen der UnterzeichnerInnen (S. 79-81), sowie die Regionalgruppen (S. 89). Das war freilich viel Papier. Aber wir dachten, wir sollten möglichst vielen Menschen die Grundlagen, Ziele, Arbeitsweisen der Kampagne in die Hand geben. Es ging uns um viel.
Logo der Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung