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Handbuch fr den Blockade-Herbst
Fortsetzung von der vorigen Seite Auf einem bundesweiten Seminar der Kampagne vom 14.-16. November werden wir darüber beraten, inwiefern der Blockade-Herbst ein Modell sein könnte fr andere Pershing II-Stationierungsorte, für den Hunsrück, für alle Massen­vernichtungslager...

Wir werden uns auch die Frage stellen, ob wir uns stark genug fühlen, eine bis zur Abrüstung dauernde tägliche gewaltfreie Konfrontation mit dem Militärapparat an einzelnen Orten einzugehen, z. B. in Mutlangen ...

GEWALTFREIE ESKALATION UND SOZIALE VERTEIDIGUNG

Wir verstehen die langfristige gewaltfreie Konfrontation mit dem Militär, der Polizei und der Justiz auch als Teil konkret praktizierter sozialer Verteidigung. Wenn es uns gelingt, mit gewaltfreiem Widerstand die Pershing II-Überfallwaffen wieder aus dem Lande zu 'demonstrieren', so verändern wir dabei ohne Zweifel auch die gesellschaftliche Situation. Wir werden dann auch anderen Kriegsvorbereitungen, der Umweltzerstörung und sowohl herrschender als auch drohender Fremdbestimmung einen konstruktiven und wirkungsvollen Widerstand entgegensetzen können.

GEWALTFREIE LEBENSFORM

Wir wollen nicht nur der Aufrüstung widerstehen, sondern gleichzeitig Alternativen vorleben für eine Gesellschaft, die auf mitmenschlicher Solidarität und Konfliktfähigkeit aufbaut, statt auf Konkurrenzdenken und Herrschaft.

Dazu möchten wir in unserem gewaltfreien Widerstand Lebens- und Umgangsformen erarbeiten und praktizieren, die der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung jeder und jedes Einzelnen dienen und die ein Modell sein können für alle anderen (alltäglicheren) Lebensbereiche.

Alle, die an einer gewaltfreien Blockade teilnehmen, sollten in übersichtlichen Bezugsgruppen organisiert sein und die anstehenden Entscheidungen nach dem Konsensprinzip gemeinsam fällen.
Sowenig wir für unsere Aktionen jemand brauchen, der uns vorschreibt, was richtig und was falsch ist, sowenig ist es nötig, daß wir immer alle ein und derselben Meinung sind.

Aber wir müssen lernen, trotz und gerade bei unterschiedlichen Meinungen handlungs- und friedensfähig zu bleiben. Das heißt für uns, daß die Gruppen sich solange mit einer anstehenden Entscheidung auseinandersetzen, bis Lösungsvorschläge entwickelt wurden, die jedes einzelne Gruppenmitglied mittragen kann.

Die Erarbeitung einer Konsensentscheidung wird durch unser aktives Zuhören und ein konstruktives Sprechverhalten in der Gruppe begünstigt. Dabei ist die Erkenntnis wichtig, daß die Arbeit an der Überwindung der äußeren militärischen Abschreckung immer mehr auch zu einem kontrollierten friedlichen Umgang mit unserem eigenen Gewalt- und Aggressionspotential führen muß.

ABLAUF DES BLOCKADE-HERBSTES

Bisher (28. August) haben sich fast 70 Gruppen zum Blockieren angemeldet. Einige Gruppen werden aus 5-6 BlockiererInnen bestehen, andere aus bis zu 100 Personen. Außerdem erwarten wir eine große Anzahl von einzelnen Menschen.

Um bei aller Unterschiedlichkeit der Gruppen trotzdem den notwendigen Informationsaustausch zu gewährleisten, haben wir eine DAUERGRUPPE gebildet, die vom 13. September bis 10. Oktober in Mutlangen sein wird.

Die Dauergruppe

Die Dauergruppe wird die SprecherInnenräte, Pressearbeit organisatorisch betreuen, beraten und als Ansprechpartnerin zur Verfgung stehen. Alle Neu-Ankommenden und Gruppen sollten als erstes zur Dauergruppe Kontakt aufnehmen, sei es um Fragen der bernachtung etc. zu klren, sei es um sich ber die Entwicklung der letzten Tage zu informieren (Polizeitaktiken, besondere Vorflle, geplante Polizeiaktionen usw.).