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Handbuch für den Blockade-Herbst
Fortsetzung von der vorigen Seite Um auch Eltern die Teilnahme am Blockade-Herbst zu ermöglichen, die ihre Kinder nicht zuhause lassen und auch nicht den Bildern einer Blockade aussetzen möchten, wird es eine gewaltfreie Kinderbetreuung geben.

Es wäre gut, wenn Ihr Eure Kinder bis zum 12.9. anmeldet (Blockadetag, Anzahl und Alter der Kinder) und wenn Ihr vielleicht noch eine/n aus Eurer Gruppe finden könntet, die/der bei der Betreuung hilft.

ABLAUF DER GEWALTFREIEN BLOCKADEN

Alle blockierbereiten Gruppen sollten – möglichst in einem gewaltfreien Training, bevor sie nach Mutlangen kommen – folgende Fragen geklärt haben:
– Wo wird blockiert?
– Was wird blockiert?
– Wie wird blockiert?
– Wann, wie oft, wie lange wird blockiert?
Sobald sich eine Gruppe über diese Fragen im Klaren ist, sollte sie sich unbedingt mit den anderen Gruppen abzusprechen versuchen, die am selben Tag blockieren wollen.

Wo wird blockiert?

Bisher hatte das Atomwaffenlager zwei Ein- und Ausfahrten, die beide relativ gut blockiert werden konnten. Wir müssen damit rechnen, daß bis zum Herbst ein drittes Tor auf der anderen Seite des Lagers fertiggestellt ist.

Wir empfehlen, falls genügend Menschen da sind, immer die Ein- und Ausfahrten direkt zu blockieren. Dadurch wäre sichergestellt, daß Transport und Versorgung der Pershing II völlig blockiert wären, ohne daß evtl. landwirtschaftliche oder sonstwie private Fahrzeuge von uns behindert werden. Auf jeden Fall müssen sich die verschiedenen Gruppen an den verschiedenen Blockade-Orten untereinander absprechen und z. B. per Fahrradkurier auch während der Aktion verständigen können.
Falls zuwenig Gruppen für die Tore da sind, bzw. falls sich eine Gruppe nicht aufteilen möchte, dann empfiehlt es sich, die Kreuzung zu blockieren, an der die Zufahrtsstraßen der beiden bisherigen Tore zusammengehen.

Wir müssen jedoch damit rechnen, daß vor allem kleinere Militärfahrzeuge einen Umweg über den Feldweg entlang des Depots nehmen, und daß wir immer mal wieder einen Bauern oder Schrebergärtner durchlassen müssen. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß auch dann, wenn nur das Haupttor blockiert ist, die Militärfahrzeuge nicht auf das Nebentor ausweichen; für eine ganz kleine Gruppe empfiehlt es sich daher, das Haupttor zu blockieren.

Es gab in den letzten Jahren immer wieder heftige Auseinandersetzungen zwischen der Mutlanger Bevölkerung und den BlockiererInnen, wenn innerhalb des Mutlanger Wohngebiets der allgemeine Verkehr blockiert wurde. Da wir auf jeden Fall vermeiden wollen, da 'unbeteiligte Dritte' von uns behindert und eventuell wirklich in ihrer persönlichen Freiheit beeinträchtigt werden, und da es technisch unmöglich ist, gleichzeitig Militärfahrzeuge zu behindern und Privatfahrzeuge durchfahren zu lassen, schlagen wir vor, daß das Wohngebiet eine 'blockadefreie' Zone bleibt.

Seit es in Mutlangen gewaltfreie Blockaden gibt, wird darüber diskutiert, an welcher Stelle wohl am effektivsten blockiert werden kann. Wir sollten uns darüber bewußt sein, daß es in jedem Fall der Polizei und dem Militär möglich bleibt, sich mit Gewalt den Weg freizuräumen, egal, an welcher Stelle wir sitzen.
Blockade im Regen  Foto: Erika Sulzer-Kleinemeier
Vergrößern
Foto: Erika Sulzer-Kleinemeier