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Handbuch für den Blockade-Herbst
Fortsetzung von der vorigen Seite Falls dies wieder geschehen sollte, könnten wir überlegen, wie wir für das nächste Jahr eine 12-monatige Räumung des Lagers erreichen können ...

Es ist ganz wichtig, daß jede Gruppe vorher schon einige Eventualitäten durchdiskutiert hat und auch in der Lage ist, eine schnelle Konsensfindung zu praktizieren. Und wir dürfen nicht vergessen, daß bei den allerfriedlichsten Blockaden schon Pferde eingesetzt wurden (12.12.1982 beim EUCOM/Stuttgart-Vaihingen), Polizeihunde (Ostern 1983 in Neu-Ulm) oder auch Wasserwerfer (Bitburg 1983).

Also bitte, Leute, nutzt die Trainings, haltet Kontakt zur Dauergruppe schon bevor Ihr anreist, kommt – wenn's irgend möglich ist – schon einen Tag vorher, damit Ihr wenigstens einmal zuschauen könnt, wie's gerade abläuft; schickt mindestens eine/n von Euch zum SprecherInnenrat am Abend vor Eurer Blockade!

Unser Trainingskollektiv bietet AUSWERTUNGSTRAININGS an für alle Gruppen, die am Blockade-Herbst teilnehmen. Laßt uns mit der Auswertung dieses Widerstandsexperiments nicht allein!

Und jede Gruppe, die dieses Jahr eine Blockade-Schicht übernimmt, sollte sich überlegen, wie sie nächstes Jahr einen Blockade-Tag übernehmen könnte. Und jede Gruppe, die dieses Jahr einen Blockade-Tag übernommen hat, könnte nächstes Jahr vielleicht eine Blockade-Woche übernehmen. Und unsere Kampagne muß sich überlegen, ob sie aus dem diesjährigen Blockade-Herbst nächstes Jahr ein Blockade-Jahr macht...
BLOCKADE-INHALTE

Es ist natürlich sehr wichtig, daß alle Gruppen auf Polizeieinsätze, Gewalt, Strafverfolgung usw. vorbereitet sind.
– Es kann uns aber auch passieren, daß gar nichts passiert, sei es, weil die US-Army das Lager zufällig geräumt hat, ihren Verkehr per Hubschrauber erledigt, 'Belagerung' spielt, oder sonst was.
Deshalb sollte sich jede Gruppe so etwas wie ein Programm für die Blockade vornehmen: Singen, Musik, Spiele, Basteln, Gedichte vorlesen, Theater spielen, Schweigezeiten, Andachten, Gottesdienste usw. Der Grundgedanke könnte sein: Wir setzen uns mit unserem ganzen Leben auf die Todesstraße, mit unseren Hoffnungen und Ängsten, mit unseren Zielen und Lebenszusammenhängen. Eine Ausführung dieses Grundgedankens wird die 'Konzertblockade' am 15. September sein, eine andere die DFG-VK-Blockade am 5. Oktober, wo 'Einseitige Abrüstung' thematisiert werden soll.
Andere Möglichkeiten wären z.B.
einen Brief an andere Friedensgruppen schreiben, etwa an Pflugschar-Leute in US-Gefängnissen, 'Trust'-Mitglieder in der SU, Internationale Friedensbrigaden in Guatemala oder Nicaragua
Leserbriefe an FAZ, taz, FR, Gmünder Tagespost
Briefe an wahlkämpfende Politiker in der Bundesrepublik mit der Frage, wie sie zu Pershing II, Marschflugkörpern, Aufrüstung der Bundeswehr samt Militärkonzepten stehen, und mit der Frage, ob sie sich dem gewaltfreien Widerstand nicht anschließen wollen
Kraniche basteln, Friedenslehrpfad bauen, Zaun, Tor, Stacheldraht verschönern oder gewaltfrei anknabbern
Friedensmaterialien (Plakate, Transparente, Stellwände) von zuhause mitbringen oder für die nächste Aktion zuhause erstellen
Gespräche mit Polizisten und Soldaten über Gewaltfreiheit...
Gruppen-, Berufs-, Familienutensilien mitbringen (Ärzte ihre weißen Kittel, Feuerwehrleute ihre Uniformen, Kleingärtner ihr Obst und Gemüse, Bäcker ihr Brot, Zoodirektoren ihre Elefanten ...)