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Handbuch für den Blockade-Herbst
Fortsetzung von der vorigen Seite Aktionen rund um die Blockaden

Es wäre schön, wenn das Auf-der-Straße-Sitzen nicht einziger Inhalt des Blockade-Herbstes wird ... Im Vorfeld des Herbstes könnten die Gruppen in ihren Regionen jede Art von Öffentlichkeitsarbeit machen (Schweigekreise, Flugblätter, Leserbriefe usw. bis hin zur großen Verabschiedung am Bahnhof), während der Zeit in Mutlangen (in Koordination mit der Dauergruppe) auch, und nach dem Blockade-Herbst natürlich erst recht.
Das Ziel eines Blockade-Jahres 1987 (?) und eines Abrüstungsjahres 19?? wird nur durch ein ganzheitliches und verstärktes Friedens­engagement erreichbar sein.

DIE BEVÖLKERUNG VON MUTLANGEN

Die Mutlanger Bevölkerung lebt seit 1830 mit dem Militär und seit 1969 mit dem Atomwaffenlager. Vor den Pershing II waren dort Pershing I und Pershing IA-Raketen stationiert, die niemand arg zu stören schienen, für die nicht einmal ein richtiger Zaun nötig war, zwischen und auf denen sonntags manchmal die Kinder herumspielten. Von größeren Unfällen wurde in den ersten 10 Jahren nichts bekannt.

Erst mit dem NATO-Doppelbeschluß von 1979 gerieten die in Mutlangen stationierten Atomraketen ins öffentliche Gespräch. Mit den Pershing II kamen dann die 'Dauerdemonstranten', das Lager wurde und wird immer mehr ausgebaut, die Umzäunung wurde perfektioniert, die Polizei ist seit November 1983 permanent präsent.

Für die Mutlanger Bevölkerung stellt sich die Situation häufig so dar, daß durch die Friedensleute die Wohnqualität in Mutlangen sehr gelitten hat. Die reale tägliche atomare Bedrohung wird nicht wahrgenommen, sondern verdrängt, ähnlich wie wir wohl bis zur 'Nachrüstung' die Pershing I-Raketen 'vergessen' hatten!

Ein kleiner Teil der Bevölkerung sympathisiert mit uns und unseren Zielen, ein anderer ebenfalls recht kleiner Teil würde uns am liebsten 'nach drüben' schicken und macht immer wieder gegen die BlockiererInnen und Pressehüttenleute Stimmung. Der größte Teil der Bevölkerung hat sich jedoch inzwischen resignativ mit Raketen und Friedens­demonstrationen irgendwie abgefunden.
Sicherlich wird es während des Blockade-Herbstes in besonderem Maße wichtig sein, immer wieder auf die Mutlanger Bevölkerung zuzugehen, sie über unseren Widerstand zu informieren, ein zwischenmenschliches und politisches Verständnis untereinander aufzu­bauen. Vielleicht sollten wir uns bei dem Bemühen um die MutlangerInnen auch von dem Gedanken leiten lassen, da sie in einer um vieles schwierigeren Situation leben als die meisten von uns, da sie Tag für Tag mit den Raketen konfrontiert sind und Tag für Tag auch mit dem Widerstand dagegen. Was für die meisten von uns absichtlich gesuchte Konfrontation ist, ist für die MutlangerInnen unausweichlicher Alltag...

Großdemonstration am 11. Oktober im Hunsrück

Wir möchten alle TeilnehmerInnen und UnterzeichnerInnen auffordern, zur bundesweiten Demonstration und Kundgebung am 11.10. in Hasselbach/Hunsrück zu kommen.