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Langmuter

Mutlanger,
150 Jahre angewohnt

Alltagstrott zerstampft zu Bevölkerung Mitmenschen.
Kolonnen zu Felde über das Herz.
Zielscheibe von Raketen, panzern sie ihre Seele
Mitwissen erpreßt sie zu Boden, stillschweigend
in Nachbarschaft, Uniform und Gemeinschaft.
Der Armeen Anblick wehrt sich, bewehrt sich, armiert sich.
Angewohnt, mit dem Tode zu leben.
Mit dem Tod leben kann nur die Gewohnheit,
dieser Tod lebt nur von unsrer Gewohnheit.

Hinter den Gartenzaun, hinter den Stacheldraht führt der
strategische Rückzug
wiegt sich in Sicherheit,
ruhig zu sein, stille zu stehen
und wehrt sich, wenn schwere Transporter und Demonstrationen
den gewohnten Gang und die Bürgersteige zerstören.

Sie ducken sich unter den tödlichen Himmel,
sie müssen dableiben, sie wollen stillhalten:
hier hat Friede zu herrschen.

Wir sind Anwohner. Wir bleiben beherrscht.
Wir alle sind Bevölkerung,
in Sicherheit gewogen und zu leicht gefunden.
Zu schwer das Aufstehen, in Panzer und uniform.
Foto: Pershing II - Ausfahrt
Pershing II - Ausfahrt
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Foto: Vereinsgaststätte TSV Mutlangen
Vereinsgaststätte TSV Mutlangen
Foto: Thomas Pflaum c/o VISUM
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Nach der Großdemonstration am 10.12.1983 sammelten Mutlanger Geschäftsleute und ein Wirt ca. 500 Unterschriften, die Bundeskanzler Kohl und dem baden-württ. Ministerpräsidenten Lothar Späth zugesandt wurden. Beklagt wurde die „störende Dauerpräsenz der Blockierer” und „Streitigkeiten, die irgendwann zum Überlaufen kommen können und dann haben wir das größere Chaos beieinander”.
Der TSV Mutlangen fürchtet „um sein hundertjähriges Jubiläum im Juni 1984. Er bangt darum, daß die Festlichkeiten von einer Dauerdemo begleitet werden. Man findet es nicht richtig, daß die Gemeinde von einer handvoll chaotischer Demonstranten in Unruhe und Aufregung gebracht wird”.