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Konfliktpartner Militär
Soldaten sind potentiell keine Mörder
Vor Gericht lautete der staatsanwaltschaftliche Vorwurf, wir hätten 'unbeteiligte Dritte' in ihrer 'persönlichen Fortbewegungsfreiheit' beeinträchtigt: die Pershing II-Soldaten, die für politische Entscheidungen wie die 'Nachrüstung' doch nicht verantwortlich wären. Es gab keinen Prozeß, in dem es uns gelang klarzumachen, daß Soldaten im Dienst nicht nach ihrem persönlichen Willen handeln, sondern aufgrund von Befehlen.

Sehr viel wichtiger war uns, daß in einem Soldaten, der vor einer gewaltfreien Blockade anhielt, ein innerer Prozeß ablief, auf den wir es angelegt hatten: Ein Befehlsempfänger, der bereit sein mußte, im Falle des Falles massenhaft zu töten, hielt vor einer unbewaffneten Menschengruppe an und handelte dabei wie ein 'normaler' Mitmensch, der das Lebensrecht anderer respektiert. Bei unseren gewaltfreien Blockaden lösten wir in den blockierten Soldaten eine sehr natürliche Tötungshemmung aus, eine menschliche Regung, die dem Prinzip des Militärs und der Massenvernichtungsmittel diametral entgegensteht.

Es überraschte uns nicht, daß die militärische Führung Anweisung gab, bei Blockaden auf Abstand zu halten, jegliches Gespräch zu vermeiden; ein Soldat, der innehält, um nicht Mitmenschen zu gefährden, könnte in seiner Bereitschaft zum Einsatz von Massenvernichtungsmitteln verunsichert werden...
Blockade eines Mannschaftstransportes · Foto: privat
Am Nagasaki-Tag 1985 blockiert die Pressehütte einen Mannschaftstransport und wird brutal von den GIs geräumt (vgl. S. 91)
Foto: privat
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Soldaten im Wald präsentieren ihre Gewehre · Foto: privat
Foto: privat
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