Pressehütte Mutlangen
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Chronologie
1988
26.8.Holger Jänicke wird nach 110 Tagen aus dem Gefängnis entlassen
1.-20.9.Andreas Edler aus Reutlingen geht wegen Mutlangen-Blockade für 20 Tage ins Gefängnis Rottenburg
14.9.-11.11.Andreas Linder wird verhaftet und wegen 5 Mutlangen-Blockaden für 60 Tage ins Rottenburger Gefängnis gebracht
Sept.Die ersten 9 Pershing II-Raketen werden aus Heilbronn abgezogen und in den USA verbrannt
20.9.Nach versuchtem RAF-Attentat auf den Finanz-Staatssekretär Dr. Tietmeyer bezieht die Polizei Posten vor den Wohnungen staatskritischer Bundesbürger, in Mutlangen vor der Pressehütte und dem Carl-Kabat-Haus. Wir weigern uns, Ausweise zu zeigen, als gewaltfreie Gruppe haben wir mit dem Anschlag ja wohl nichts zu tun. Die Polizisten folgen Volker Nick ins Haus und zerren ihn heraus, Christof Then setzt sich vor die Tür und wird auch ins Polizeiauto getragen. Kathrin Knobloch, Jutta v. Ochsenstein, Rechtsanwalt Paul Rudy und Matthias Thomas setzen sich daraufhin auch in den Polizeibus. Wir werden nach Schwäbisch Gmünd zur Personalienfeststellung gefahren und dort als polizeibekannt wieder laufengelassen. Gegen den zugrundeliegenden Bundesgerichtshofbeschluß gemäß § 111 StPO, der in Verbindung mit § 129 a StGB Kontrollstellen erlaubt, wenn man glaubt, dadurch Terroristen zu fangen, gehen wir bis zum Bundesgerichtshof und Verfassungsgericht, erfolglos
29.9.Entzäunung am Stuttgarter EUCOM
 
1.10.

Die Regionalgruppe Frankfurt beschließt, gegen die Siemens-Brennelementefabrik Hanau zu arbeiten, mit Öffentlichkeitsarbeit und Zivilem Ungehorsam, die 'Kettenreaktion Hanau' entsteht

Demo in Böblingen gegen Deutsch-Französische Eingreiftruppe

3. Rundschreiben aus dem Carl-Kabat-Haus: wir erklären, warum wir auch nach dem INF-Vertrag in Mutlangen bleiben: Büroarbeit für die Kampagne, eine Dokumentation wird angekündigt (!), Pressearbeit und Gäste, Rundreisen zu Regionalgruppen, Gewaltfreiheitstrainings bei uns und außerhalb, wir räumen das Pressehütten-Grundstück auf und übernehmen den Gemüsegarten, wir demonstrieren gegen Pershing-Ausfahrten, begleiten die Konvois in ihre Waldstellungen sowie wöchentlich 5-10 Prozesse am Amtsgericht, und meistens sitzt auch eine/r von uns im Gefängnis – genug zu tun für 6 Leute

Richter Krumhard dreht sich einmal um die eigene Achse, landet wieder am Anfang und wendet gegen seine eigene Überzeugung, aber durchaus im Sinne des Erfinders, den Beschluß des 1. Strafsenats des Bundesgerichtshofs vom 5.5. an, kurz: er verurteilt wieder
6.10.Holger Jänicke nimmt an der monatlichen Brokdorf-Blockade teil, wird später vom Amtsgericht Itzehoe zu 60 Tagessätzen verurteilt, das Landgericht stellt das Verfahren als unwesentlich ein, weil Holger schon genug gestraft ist
10.-29.10.Rüdiger Standhardt aus Marburg geht wegen Mutlangen-Blockade für 20 Tage ins Gießener Gefängnis