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Chronologie
1987
8.1.-13.2.Hebamme Dorothee Stephan geht für 35 Tage ins Gefängnis Gotteszell. Als sie für die Haftzeit unbezahlten Urlaub beantragt, wird ihr vom Kreiskrankenhaus Reutlingen fristlos gekündigt. Reutlinger Arbeitsgericht weist Kündigung zurück
9.1.Gina Wichtmann aus München wird in einer Nacht-und-Nebelaktion von der Polizei verhaftet und für 20 Tage ins Münchner Gefängnis Stadelheim gebracht
10.1.Zum 1. Mal seit Stationierung werden die Pershings im Mutlanger Lager mit montiertem Atomsprengkopf aufgerichtet
12.1.20 RichterInnen der 'Initiative Richter und Staatsanwälte für den Frieden' blockieren in Mutlangen, werden festgenommen und wegen 'Nötigung' angezeigt, keine Zeitung ohne Leitartikel über die Sensation (vgl. S. 154)
15.1.Richter Krumhard spricht zum 1. Mal frei; wenn vier Verfassungsrichter die Behauptung, unsere Blockaden seien verwerflich, verfassungswidrig nennen, will er an seinem bisherigen Verwerflichkeitsurteil nicht mehr festhalten. Daß vier Verfassungsrichter auch die Behauptung, unsere Blockaden seien Gewalt, verfassungswidrig nennen, nimmt er genauso wenig wahr wie alle anderen
18.1.3. Geburtstagsblockade von Holger Jänicke in Mutlangen: 6 Festnahmen, darunter Rolf Hiemer
26.1.

Wir können das Haus in Mutlangen ohne Bank-Darlehen kaufen: In 4 Wochen haben wir über 260.000 DM Spenden und unbefristete Darlehen bekommen

Bundestagswahl: Die alte Regierung ist die neue, Helmut Kohl bleibt Kanzler. Wenigstens brauchen wir den 'Offenen Brief' nicht umadressieren
 
3.-22.2.Horst Thieme aus Reutlingen geht wegen Mutlangen-Blockade für 20 Tage ins Rottenburger Gefängnis
6.-8.2.Kampagnen-Seminar Weitere Regionalisierung der Kampagne. Wir planen von 2.-11.10. an den Pershing II-Stationierungsorten Mutlangen, Heilbronn und Kettershausen eine einwöchige Dauerblockade
9.-18.2.Polizisten-Witwe Martha Kuder geht für 10 Tage ins Gefängnis Gotteszell. Sie hat 'zigmal das Pershing-Lager in Heilbronn blockiert ohne Strafverfolgung, für ihre einmalige Mutlangen-Blockade muß sie rein
10.2.8. Rundbrief an 700 SelbstverpflichterInnen und 1.300 Solidarische: „Im Jahre 1987 könnte der zivile Ungehorsam einen riesigen Sprung nach vorn machen – und vieles spricht dafür, daß wir diesen Sprung schaffen!” Das Amtsgericht Schwäbisch Gmünd wird der Blockade-Bewegung nicht mehr Herr. „Um der Justiz die Erkenntnis der Aussichtslosigkeit ihrer Anstrengungen noch zu erleichtern, haben wir für 1987 ein äußerst simples aber wohl unwiderstehliches Konzept vor: das der gewaltfreien Blockade im Anschluß an möglichst viele Prozesse" (vgl. S. 160). Die 'Hausgruppe' erwägt eine tägliche Blockade in Mutlangen, und spätestens im Herbst soll an allen 'Nachrüstungs'-Standorten gleichzeitig blockiert werden. Wir lassen 10.000 Ex. drucken, bleiben jedoch auf der Hälfte sitzen