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Arbeitsform Friedensbüro

Das Tübinger Friedensbüro war bis zu unserem Umzug nach Mutlangen Mitte 1987 ins Carl-Kabat-Haus die Geschftsführung der Kampagne.

Es war Anfang 1984 als Vernetzung für ca. 30 regionale gewaltfreie Bezugsgruppen gegründet worden. Die Alternative Liste stellte nachmittags ihren Versammlungsraum im Zentrum der Stadt zur Verfügung, ein Telefon wurde angemeldet, Schreibtisch und Aktenschrank besorgt, alles finanziert von kleinen regelmäßigen Einzelspenden. Henny Lüdenbach, Volker Nick und Christof Then waren fast jeden Nachmittag im Büro, und meistens ein oder zwei weitere, je nach Wochentag wechselnde MitarbeiterInnen: Barbara Becker und Maria Braig, später, nach Tschernobyl, Hetti Droste-Vischering, zeitweise Sarah Jensen, Andi Kurth, Andreas Linder, Jutta v. Ochsenstein, Uwe Painke, Andreas Prybylski, Klaus-Dieter Przybyl, Ingeborg Thiel.

Das Friedensbüro war ein einigermaßen öffentlicher Raum, wo 'die Kampagne' angesprochen werden konnte, ohne daß man eine große Organisation hätte aufbauen müssen, aber auch ohne daß man dauernd die AnsprechpartnerInnen in ihrer Erwerbsarbeit oder Freizeit stören mußte. Dort konnten die anfallenden Büroarbeiten allein oder gemeinsam erledigt werden, ohne daß sie zum Privatstreß von Einzelnen wurden.

Vielleicht war dies eines der 'Erfolgsgeheimnisse' der Kampagne, daß wir politischen Aktivismus und die bürokratische Struktur dafür in ein Gleichgewicht zu bringen verstanden. Nach auen war fast nur der Aktivismus sichtbar, aber dahinter steckten viele Stunden und Tage, in denen wir die Adressenkartei nach Alphabet und nach Postleitzahlen ordneten, die UnterzeichnerInnenlisten auf den aktuellen Stand brachten und zählten, Rundbriefe und Materialien verschickten, Prozeßtermine und Urteile sammelten, die verschiedenen Abrechnungen erledigten usw.

Natürlich wurde auch inhaltlich gearbeitet: Hier wurden unzählige Prozesse vor- und nachbereitet, Briefe an Politiker und Zeitungen, Flugblätter und Rundbriefe entworfen, diskutiert und gestaltet. Und hier besprachen wir Probleme und Konflikte untereinander oder mit Polizei und Justiz, und wie wir damit umgehen wollten.
Titelbild des 1. Kampagnen-Flugblatts von Käthe Kollwitz (1920)
Wir haben was gegen die Aufrüstung ...
Friedensbüro Tübingen
Neckarhalde 8
7400 Tübingen 1
Tel. 07071/24807
Mo. - Fr. 16 -19 h, Sa 10 -13 h
...weil Frieden, Abrüstung und Zukunft nur
miteinander möglich sind.
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