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Graswurzelprinzip Gewaltfreiheit
... ist ziemlich genau das Gegenteil dessen, worauf unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Gewaltfreiheit bedeutet: Festhalten an einem realistischen Menschenbild, Ausrichten des eigenen gesellschaftlichen Handelns an der Tatsache, daß jeder Mensch ungeheuerliche Grausamkeiten begehen oder dulden kann, und da gleichzeitig jeder Mensch ein Gewissen hat, Fähigkeit zur Einsicht, zur Umkehr, zur Mitmenschlichkeit, zum solidarischen Handeln.

Wer nur die Grausamkeit des Menschen sieht, wird zynisch und leicht zum Befürworter eines starken Staats, dessen Gewalt nach innen und außen die Schlechtigkeit des Menschen im Zaume halten soll, aber meist noch mehr Grausamkeit hervorbringt. Wer meint, soo schlimm werde es schon nicht sein, ist nicht gewaltfrei, sondern naiv, blind. Beide Haltungen führen in die Vernichtung. Gewaltfreiheit sucht den Weg aus der Vernichtung hin zu einer Lebens- und Gesellschaftsform, in der alle Menschen leben können – trotz und mit ihren Konflikten.

Im 'Offenen Brief an die Bundesregierung' schrieben wir: „Da unser Handeln eine menschenwürdige, lebenswerte Zukunft zum Ziel hat, ist und bleibt die Achtung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit anderer Menschen fr uns unverzichtbar.” Im 'Beibrief' schrieben wir: „Die Gewaltfreiheit ist unser Weg. Sie erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein und Selbstdisziplin. Wir werden niemals Menschen bedrohen, gefährden, verletzen oder gar töten. Die Mittel des Zivilen Ungehorsams sind nicht Macht und Gewalt, sondern Argumente und Leidensbereitschaft.”
Mutlangen  Foto: Erika Sulzer-Kleinemeier
Mutlangen
Foto: Erika Sulzer-Kleinemeier
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