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Arbeitsform Kampagnen-Seminare

Fortsetzung von der vorigen SeiteWir werden auf jeden Fall eine Presse- und Öffentlichkeitsgruppe benötigen, die als Ansprechpartner für überregionale Medien zur Verfügung steht. Wer hätte Kontakte, wer Interesse?
Wer hat gute Verbindungen, um die großen Friedensorganisationen wie Versöhnungsbund, Ärztevereinigung, Schriftsteller, Kirchen usw. anzusprechen?
Von zentraler Wichtigkeit wird auch sein, ob wir noch mehr Menschen in der Gmünder Region finden, die in der Lage sind, sowohl für die Inhalte unserer Kampagne in den dortigen Friedensgruppen zu werben, als auch organisatorische Dinge für die 4 Wochen vorzubereiten (Übernachtungen, Zelte, Veranstaltungsräume vorbestellen und eine Unmenge mehr).
Wir beschlossen, spätestens in unserem nächsten Seminar vom 21.-23. März einen genauen Zeitplan aufzustellen, welche Gruppe was bis wann erledigen möchte, und vor allem auch einen Blockadekalender, in den sich jede Gruppe einträgt.

BUNDESTAGSWAHL:

Dieses Thema war eigentlich als 3. Hauptthema des Seminars gedacht gewesen, wurde jedoch durch die Diskussion über das Bundesverfassungsgericht und den Blockade-Herbst ziemlich in den Hintergrund gedrängt. Dennoch läßt sich als Ergebnis dieser Arbeitsgruppe festhalten: Es war im Wesentlichen klar, daß unter einer rot-grünen Regierung in Bonn die Chancen auf Abrüstung zwar ein Stückchen größer werden könnten, daß wir aber auf keinen Fall den Fehler machen dürfen, uns auf die Politik der neuen Regierung zu verlassen. Aller Voraussicht nach wird kein Weg an der schmerzhaften Einsicht vorbeiführen, daß wir Bürgerinnen und Bürger dieser Republik für die Auf- bzw. Abrüstung die Verantwortung tragen. Der zivile Ungehorsam muß so lange weitergehen, bis der Unrechtszustand beseitigt ist, bis die nuklearen Überfallwaffen abgezogen wurden.

Das bedeutet, daß wir uns – egal, wie die Bundestagswahl ausgeht – keine Illusionen über deren Konsequenzen machen dürfen. Trotzdem bzw. gerade deshalb sollten wir den Wahlkampf dazu benützen, die Kandidaten der verschiedenen Parteien auf ihren Wahlkampfversammlungen mit uns und mit unserer Kampagne zu konfrontieren, sie aufzufordern, sich festzulegen, eindeutig Stellung zu beziehen zu den Fragen der Stationierung und zum zivilen Ungehorsam gegen die Stationierung.

Wenn der Blockade-Herbst so gelingt, wie wir uns das zur Zeit vorstellen, dann hätten wir in fast allen Wahlbezirken MitstreiterInnen, die sich mit ihren unmittelbaren Erfahrungen vom zivilen Ungehorsam in den Wahlkampf einmischen könnten.

Stellt Euch vor, es vergeht keine Wahlveranstaltung, auf der der zivile Ungehorsam gegen die Aufrüstung nicht angesprochen wird!
aus dem 4. Rundbrief Februar 1986