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Vorbild Gandhi
„Nur diejenigen können zivilen Ungehorsam leisten, die willigen Gehorsam selbst gegenüber unbequemen Gesetzen des Staates bejahen, solange diese nicht ihr Gewissen oder ihre Religion verletzen, und die bereit sind, gleichermaßen willig die Strafe fr zivilen Ungehorsam auf sich zu nehmen.
Ungehorsam, der zivil sein soll, muß vollkommen gewaltfrei sein, wobei das zugrundeliegende Prinzip darin besteht, daß der Gegner durch Leiden, d.h. durch Liebe gewonnen werden soll.” (Young India, 3.11.1921) (1)

„Sobald ein Volk die Gewalt nicht mehr fürchtet, wird die Regierung sie als zwecklos aufgeben. Nur die aber machen sich von der Furcht vor Gewalt frei, die fest entschlossen sind, sie nicht selber anzuwenden. Gewöhnlich sehen die Machthaber Gewaltakte des Volkes nicht ungern. Die Regierungskunst besteht im allgemeinen darin, diejenigen Machtmittel zur Verfügung zu haben, die es braucht, das Volk in Furcht zu setzen. Eine Regierung kann nur dann der Allgemeinheit dienen, wenn sie auf dem Willen und der Zustimmung des Volkes beruht. Sie wird jedoch zum Werkzeug der Unterdrückung, wenn sie sich mit der Spitze des Bajonetts Gehorsam erzwingt. Die Unterjochung hört aber auf, sobald das Volk aufhört, die Bajonette zu fürchten. Und gerade das bedeutet Satjagraha: unbeirrt zur Wahrheit zu stehen, auch angesichts überwältigender Gegenkräfte – sei es rohe Gewalt einer Regierung oder unvernünftiges Vorurteil oder kleinliche Tyrannei einer Kaste.” (22.10.1919) (2)

„Satjagraha und seine Schößlinge Nichtzusammenarbeit und ziviler Widerstand sind nur neue Namen fr das Gesetz des Leidens. Die Rischi, die das Gesetz der Gewaltfreiheit mitten in einer Welt der Gewalt entdeckten, waren größere Genies als Newton, größere Feldherren als Wellington. Selber geübt im Gebrauch der Waffen, erkannten sie deren Nutzlosigkeit und lehrten eine geplagte Welt, daß ihr Heil nicht in der Gewalt liege, sondern in der Gewaltfreiheit.
Gewaltfreiheit bedeutet in ihrer Auswirkung bewußtes Leiden. Sie bedeutet nicht Unterwerfung unter den Willen des Übeltäters, sondern Einsetzen der ganzen Seelenkraft gegen den Willen des Tyrannen. Sofern er sich in seinem Wirken durch dieses Gesetz bestimmen läßt, ist es auch einem Einzelnen möglich, die ganze Macht eines tyrannischen Reiches herauszufordern, seine Ehre, seine Religion, seine Seele zu verteidigen, und dadurch Anstoß zu werden für dieses Reiches Zusammenbruch oder Neuerstehen.” (11.8.1920) (2)

„Es ist meine feste Überzeugung, daß das heutige Europa nicht den Geist Gottes oder des Christentums verwirklicht, sondern den Geist Satans. Und Satan hat den größten Erfolg, wo er mit dem Namen Gottes auf den Lippen erscheint. Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.” (8.9.1920) (2)

„Vollständiger ziviler Ungehorsam ist ein Zustand friedlicher Rebellion - die Weigerung, jedwedem vom Staat gemachten Gesetz zu gehorchen. Er ist zweifellos gefährlicher als bewaffnete Rebellion, da es unmöglich ist, ihn niederzuwerfen, sofern die Widerständler bereit sind, die schlimmsten Härten zu ertragen. Er gründet sich auf den vorbehaltlosen Glauben an die unbedingte Wirksamkeit des unschuldigen Leidens.” (4.8.1921) (2)