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Vor Gericht

Was kommt im Gerichtsaal zur Sprache? Und warum nicht?
Was haben wir dem Richter zu sagen? Was stellt er richtig?

Woher nimmt der Richter das Recht, Recht zu sprechen
– aus dem Gesetzbuch
wie maßt sich der Richter ein Urteil an – nach den gültigen Regeln

und das jeweilige Strafmaß entspricht seiner Ordnung und Unterordnung.

Die Fahrt in den Tod aufhalten zu wollen, auf der Straße
zu sitzen mit ausgebreiteten Armen
ist ehrenwert und verwerfliche Nötigung für den Richter,
wozu fühlt er sich genötigt?
Gewalt ist, folgert der Richter, das Innehalten, vor der Zugmaschine.

Wehrlos sich zu setzen widerspricht dem Gesetz,
gewaltlos bedroht ist die Staatsgewalt.

Das Außer-Ordentliche bestimmt er nicht zuzulassen
der Angstschrei und der Mut zu leben wird ausgeschlossen
Raketen sind Wörter und nicht zu beurteilen
und was sich Gehör sucht, rechtfertig macht
als Bekennntnis, das findet nicht in sein Ohr
Rechenschaft, abgelegt, landet vor ihm unter dem Tisch.

Sein Amt zieht ihn nicht zur Rechenschaft
unschuldig am stationierten Massenmord bleibt er die Verantwortung
schuldig, bezieht er nicht Stellung sondern Gehalt.
Höchstens er klagt mal sein Leid, seine Verbitterung dem Beklagten,
den er fortsperrt aus der Gesellschaft in den Knast.

In juristischen Monatsblättern kommen Artikel
auch die Kampagne bekommt Paragraphen und Rechthabe, Sprache
vom Recht und Unrecht obriger Ordnung, aber was
sagt der Richter der Frau nach der Tagesschau, was schreibt er
der Tochter?
Welches Urteil ergeht über den nächsten Verbrecher?

Und in der grauen Asche in der atomaren Wüste
werden welche Geister
Recht bekommen, und wofür?
Amtsgericht Schwäbisch Gmünd, Angeklagter Helmut Groß · Foto: Thomas Pflaum c/o VISUM
Amtsgericht Schwäbisch Gmünd, Angeklagter Helmut Groß
Foto: Thomas Pflaum c/o VISUM